Strühfückchen
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Hmm, ich habe wohl gepostet ohne zu sehen, dass bereits ein Beitrag zum Thema von heise.de eingetragen wurde. Ist jetzt wohl eine Mod-Entscheidung, ob man diesen Beitrag stehen lässt.


7.8.2023 18:34 Uhr Marc Stöckel In den letzten Wochen prägten auf der Plattform Reddit umfassende Proteste das Geschehen. Auslöser dafür waren massive Preiserhöhungen für die Nutzung der API des sozialen Netzwerks. Und obwohl der Reddit-CEO Steve Huffman eisern an der neuen Preisstruktur festhält, scheinen die Proteste langsam zum Erliegen zu kommen. Große Subreddits protestieren kaum noch Mehr als 8.800 Subreddits hatten sich einst einer Protestaktion gegen die erhöhten Preise der Reddit-API, die für viele Drittanbieter-Apps eine existenzgefährdende Wirkung haben, angeschlossen. Sie alle wollten vorerst für zwei Tage das Licht ausschalten, also den Zugriff auf ihre Inhalte auf „privat“ stellen, sodass diese effektiv von der Öffentlichkeit abgeschnitten waren. Doch die Fronten verhärteten sich, sodass sich viele Moderatoren sogar dafür entschieden, ihre Subreddits auf unbestimmte Zeit „dunkel“ zu lassen. Ein Blick auf Reddark verrät allerdings, dass das Licht inzwischen nur noch bei knapp 1.800 Subreddits wirklich aus ist. Bei den allermeisten davon handelt es sich um kleinere Communities mit weniger als 1.000 Mitgliedern, wohingegen die größeren Subreddits fast alle wieder öffentlich zugänglich sind. Nur bei einem einzigen Subreddit mit mehr als 10 Millionen Mitgliedern ist der Zugriff nach wie vor eingeschränkt: r/fitness. Grund dafür dürfte nicht zuletzt die Tatsache sein, dass die Administratoren der Plattform zunehmend Druck auf die rebellischen Moderatoren ausübten und einige davon ihres Amtes gewaltsam enthoben, um sie durch neue Moderatoren zu ersetzen, die gewillt waren, die geschlossenen Subreddits wieder zu öffnen und sie zur Normalität zurückkehren zu lassen. Dies betraf insbesondere jene Communities, die mit einer NSFW-Markierung versehen wurden, sodass Nutzer dort pornografische Inhalte teilen konnten – was einige Mitglieder auch umfassend ausnutzten. **Auch John Oliver zieht sich zurück** Viele der protestierenden Subreddits änderten im Laufe der Zeit ihre Strategie. Zwar öffneten sie sich wieder für die breite Masse, jedoch führten die Moderatoren in Abstimmung mit der jeweiligen Community spezielle Regeln ein, um ihrem Unmut über die erhöhten API-Preise weiterhin Nachdruck zu verleihen. Einige Subreddits, darunter beispielsweise r/pics und r/gifs, erlegten sich zu diesem Zweck die sogenannte John-Oliver-Regel auf, die Mitgliedern das Teilen von Inhalten verbot, die nichts mit dem britisch-amerikanischen Comedian John Oliver zu tun hatten. Doch auch diese Art des Protests hat zuletzt deutlich nachgelassen. Nach und nach haben die Subreddits die John-Oliver-Regel häufig zunächst durch andere, weniger restriktive Regeln ersetzt und sie später sogar vollständig aufgehoben – so auch im Falle von r/pics, r/aww und r/videos, wie etwa The Verge kürzlich berichtete. Wie einer der involvierten Moderatoren diesbezüglich erklärte, habe die Leidenschaft für den Protest nach nunmehr über einem Monat nachgelassen. Außerdem habe sich die Aufmerksamkeit der Leute inzwischen wieder auf andere Dinge verlagert. **Reddit hat scheinbar gewonnen** Einige vorwiegend kleinere Subreddits protestieren zwar nach wie vor, jedoch dürften diese den Betrieb der Plattform aufgrund ihrer geringen Größe kaum noch beeinträchtigen. Reddit scheint den Konflikt in erster Instanz „gewonnen“ zu haben, wenngleich die Debatte noch langfristige Auswirkungen nach sich ziehen könnte, die sich bisher kaum abschätzen lassen. So dürfte das Vertrauen vieler Benutzer der Plattform nach den vergangenen ereignisreichen Wochen stark erschüttert sein. Einige Communities haben sich bereits für eine dauerhafte Abkehr von Reddit eingesetzt – sie wollen auf alternative Plattformen wie Discord ausweichen. Auch wenn der Reddit-CEO damit seinen Willen augenscheinlich durchsetzen konnte, bleibt abzuwarten, ob es sich dabei am Ende nicht doch nur um einen Pyrrhussieg handelt, der auf lange Sicht mit einem zu hohen Preis einhergeht. Schließlich entstehen im Internet immer wieder neue Plattformen, die nur darauf warten, neue Nutzer anzuziehen und ihnen ein neues Zuhause zu bieten. Ein soziales Netzwerk, das in erster Linie von der eigenen Community lebt und sich dennoch an deren Willen vorbei entwickelt, muss auch langfristige Folgen einkalkulieren, die vor diesem Hintergrund durchaus verheerende Ausmaße annehmen können.
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Netiquette wird vorausgesetzt. Gepflegt wird ein respektvoller Umgang - ohne Hass, Hetze, Diskriminierung.


Enkeltrick neu durchgespielt ^^


Ein Kommentar von Christian Geyer - Aktualisiert am 26.07.2023 -15:08 **Die Besetzung des Diskursraumes durch die AfD: Alexander Gauland hat den Finger am Abzug – und macht Beute auch aus dem Hinterhalt.** Es ist nun bald sechs Jahre her, dass Alexander Gauland nach dem Einzug der AfD in den Bundestag ankündigte: „Wir werden sie jagen. Wir werden Frau Merkel oder wen auch immer jagen.“ Was die öffentliche Kommunikation angeht, hat sich Gaulands Ankündigung insofern erfüllt, als sich jede Wortmeldung inzwischen vor der AfD auszuweisen hat: Sagt da jemand etwas, was auch eine Position dieser Partei sein könnte – und sich allein deshalb schon unmöglich macht? Wer auch immer sich zu den Gejagten der AfD rechnet und nicht zu deren Anhängern, steht vor der Dauerherausforderung sprachlicher Selbstreinigung, um nicht bei nächstbester Gelegenheit falsch zugerechnet zu werden. Es ist wie ein Sprechen auf der Flucht: Gauland hat den Finger am Abzug und macht Beute auch aus dem Hinterhalt. Die Anwesenheit des Abwesenden erreicht Dimensionen, die sich mit den Prozentzahlen der Wahlprognosen nicht messen lassen; sie durchdringt den kollektivpsychischen Apparat wie durch Osmose. Nur kommunikative Paradiesvögel wie Martin Mosebach können davon unbeeindruckt bleiben: „Ich weigere mich, an den Hysterien der deutschen Öffentlichkeit teilzunehmen“, so der Schriftsteller neulich im Gespräch mit der „Neuen Zürcher Zeitung“. **Erfolgsrezept: Einfach das Gegenteil von dem fordern, was man wirklich will** Andere haben wegen AfD-getriebener Inventur den Diskursraum vorübergehend geschlossen. So ist die Tatsache, dass Beatrix von Storch beim Thema Suizidhilfe Katechismus-Positionen bezieht („Anfang und Ende des Lebens liegen alleine in Gottes Hand“, hatte die AfD-Politikerin im Bundestag zu Protokoll gegeben), für katholische Ethikerinnen ein Anlass, die entsprechenden Katechismus-Passagen auszumustern. „Um sich als katholische Kirche nicht mit rechtsradikalen Positionierungen zu ,verschwistern‘, sehen wir es als Aufgabe von Lehramt und Theologie, einen seriösen Lebensschutz mit Gehalt zu füllen und eine klare Abgrenzung zur AfD vorzunehmen“, äußern die Professorinnen Kerstin Schlögl-Flierl und Kristina Kieslinger in „Christ in der Gegenwart“. Angemahnt wird ein AfD-ferner, dialogischer Gott, der auch in Fragen von Leben und Tod mit den Menschen auf Augenhöhe kommuniziert und sich nicht aufführt wie ein „souveräner Patriarch, der über Leben und Tod herrscht“. So wird die AfD unter der Hand auch zum Reformbeschleuniger einer Theologie, die es ablehnt, sich mit ihren traditionsgemäß begründeten Positionen in der Hand von Beatrix von Storch wiederzufinden. Der Verfolgungswahn macht die Lage auf paradoxe Weise übersichtlich: Die AfD bräuchte in ihrem Jagdrevier künftig nur stets das Gegenteil von dem zu verlautbaren, was sie im Himmel und auf der Erde tatsächlich erreichen möchte. Der Zuspruch einer derart hereingelegten Öffentlichkeit wäre ihr sicher.
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14.7.23 14:26 von Antonia Frank Lesezeit: 3 Min. **Vor dem Bundesgerichtshof (BGH) in Karlsruhe findet im August 2023 die fortführende Verhandlung in Sachen Cyberbunker statt.** Inhalt Hauptangeklagter zu 69 Monaten Haft verurteilt Cyberbunker als Zentrum zahlreicher illegaler Aktivitäten Folgeverfahren führten zur Abschaltung von DarkMarket Alle am Cyberbunker-Prozess Beteiligten gingen in Revision Nachdem alle acht Beschuldigten sowie die Oberstaatsanwaltschaft Koblenz und die Einziehungsbeteiligte gegen das Trierer Urteil vom 13. Dezember 2021 Revision eingelegt hatten, findet der Cyberbunker-Fall nun am 24. August 2023 seine Fortsetzung vor dem zuständigen 3. Strafsenat des BGH. Nach 79 Hauptverhandlungstagen hatte das Landgericht Trier die Angeklagten wegen mitgliedschaftlicher Beteiligung an einer kriminellen Vereinigung (§ 129 StGB) verurteilt. **Hauptangeklagter zu 69 Monaten Haft verurteilt** Der 62-jährige ehemalige Leiter des Cyberbunkers erhielt dabei eine Haftstrafe von fünf Jahren und neun Monaten. Weitere Angeklagte bekamen teils mehrjährige Haftstrafen von zwei Jahren und vier Monaten bis zu fünf Jahren und neun Monaten. Bei einem Angeklagten mündete das Urteil in einer Freiheitsstrafe von einem Jahr, deren Vollstreckung zur Bewährung ausgesetzt wurde. Wie es in der aktuellen Pressemitteilung des BGH heißt, soll das Landgericht Trier zudem: > „gegen die Angeklagten die Einziehung unter anderem des Wertes von Taterträgen zwischen etwa 9.000 € und 900.000 € angeordnet“ haben. […] Schließlich hat die Strafkammer hinsichtlich einer Einziehungsbeteiligten die Einziehung des Wertes von Taterträgen in Höhe von knapp 750.000 € angeordnet“. Im September 2019 gelang es Fahndern, als Ergebnis von fast fünfjähriger Ermittlungsarbeit, den Cyberbunker, der als „Bulletproof-Hoster“ galt, auszuheben. Kriminalhauptkommissar Patrick Fata vom LKA Rheinland-Pfalz informierte darüber, dass man beim Zugriff die ungeheure Datenmenge von zwei Millionen Gigabyte unter anderem auf 886 physischen und virtuellen Servern sichergestellt hat. **Cyberbunker als Zentrum zahlreicher illegaler Aktivitäten** Der Cyberbunker war laut den Ermittlungen die Schaltstelle, über die Cyber-Kriminelle aus der ganzen Welt millionenschwere illegale Darknet-Geschäfte abgewickelt haben. Demgemäß sollen die acht Beschuldigten eine kriminelle Vereinigung gegründet und Beihilfe zu rund 249.000 Straftaten geleistet haben. Die Staatsanwaltschaft warf den Beteiligten vor, von 2014 bis 2019 Vorschub zu millionenschweren Drogendeals, Cyberangriffen sowie Falschgeldgeschäften geleistet zu haben. Zu den Kunden zählten u.a. die Darknet-Marketplaces wie Cannabis Road, Wall Street Market oder Flugsvamp 2.0. In einer ehemaligen NATO-Bunkeranlage im rheinland-pfälzischen Traben-Trarbach stellten die Beschuldigten ihre IT-Infrastruktur gegen Bezahlung den kriminellen Betreibern zur Verfügung. **Folgeverfahren führten zur Abschaltung von DarkMarket** Ihre technische Ausstattung war hierbei auf eine „anonyme, vor einem staatlichen Zugriff geschützte Nutzung ausgerichtet“. Die Angeklagten hatten zudem „Kenntnis von kriminellen Aktivitäten der Nutzer ihrer Einrichtungen“. Gegen die kriminellen Kunden des Rechenzentrums schlossen sich 227 Folgeverfahren an. Den größten Ermittlungserfolg erzielten die Behörden in Koblenz aus dem Komplex Cyberbunker mit einer Abschaltung der Server von DarkMarket am 11.01.2021. Er galt mit seinen fast 500.000 Nutzern und mehr als 2.400 Verkäufern als größter Darknet-Marktplatz der Welt. Insgesamt hat man mindestens 320.000 Transaktionen über den Markt abgewickelt. Dabei wechselten mehr als 4.650 Bitcoin und 12.800 Monero den Besitzer. **Alle am Cyberbunker-Prozess Beteiligten gingen in Revision** Nun soll der Cyberbunker-Fall im August 2023 vor dem Bundesgerichtshof seine Fortsetzung finden. Gegenstand des Prozesses wird u.a. sein, ob die Verurteilten für die Inhalte der von ihnen betriebenen Server auch die Verantwortung tragen müssen. Präzisierend führt der BGH aus: >„Die Angeklagten wenden sich gegen ihre Verurteilungen. […] Geltend gemacht wird unter anderem, die Haftungsprivilegierung des § 10 Telemediengesetz (TMG) in Verbindung mit der E-Commerce-Richtlinie der Europäischen Union für Webhoster stehe einer Strafbarkeit entgegen; als Webhoster seien die Angeklagten nicht für die Inhalte der von ihnen betriebenen Server verantwortlich. Die Einziehungsbeteiligte rügt die Verletzung formellen und materiellen Rechts. Die Staatsanwaltschaft beanstandet mit ihrer zu Ungunsten aller Angeklagten eingelegten und mit der Sachrüge geführten Revision die Teilfreisprüche von den Vorwürfen einer Teilnahmestrafbarkeit hinsichtlich der von Nutzern der zur Verfügung gestellten IT- Infrastruktur begangenen Taten, die Strafzumessung und das Unterbleiben der Einziehung bestimmter beschlagnahmter Gegenstände.“
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Bei mir kommt auch der Fehler.

Es gab einen Serverfehler. Versuche, die Website neu zu laden. Wenn das nicht funktioniert, komme später zurück. Falls das Problem bleibt, kannst du Hilfe in der Lemmy Support Community oder im Lemmy Matrix Room finden.


Ich konnte im vergangenen Jahr eins auf meinem Balkon filmen, https://feddit.de/post/1224443 - tolle Flugakrobaten. :)





**Im Protest gegen Regeländerungen bei Reddit setzen einige Communitys auf das NSFW-Label.** Im Protest gegen die Geschäftsführung von Reddit setzt die Community von Cyberpunk 2077 auf ungewöhnliche Mittel: Sie posten Nacktbilder von Figuren aus dem Spiel – und machen das beliebte Subreddit damit schwieriger erreichbar. Aktuell hat /r/cyberpunkgame 1,1 Millionen Mitglieder. Der Hintergrund der Aktion: Reddit schaltet auf Subreddits, die als Not Safe For Work markiert sind, keine Werbung. Außerdem ist das als NSFW markierte Subreddit von Cyberpunk 2077 nur noch für angemeldete Benutzer mit einem Reddit-Account erreichbar. Auch bei Google wird das Subreddit nun nicht mehr in den Suchergebnissen gelistet. Anlass für den Protest waren Änderungen bei der API. Anfang Juni 2023 schaltete Reddit Apps den kostenlosen Zugang ab. Der Entwickler der Reddit-App Apollo sagte, beim neu eingeführten Preismodell hätte er 20 Millionen US-Dollar im Jahr für den API-Zugang zahlen müssen. Die Moderatoren von /r/cyberpunkgame schrieben, dass sie dazu aufgefordert worden seien, die Änderungen zurückzunehmen. "Wir werden die Änderungen nicht zurücknehmen, weil es ein sexuell explizites Spiel ist, und außerdem: scheiß auf die." Sollte das Subreddit seinen NSFW-Status zeitnah verlieren, würde das darauf hindeuten, dass Reddit den Moderatoren die Kontrolle abgenommen habe. Sie rufen überdies dazu auf, keine Awards im Subreddit zu vergeben – das Geld sollten Nutzer lieber für die kommende Cyberpunk-2077-Erweiterung Phantom Liberty sparen, statt es in Reddit zu investieren. Cyberpunk-Fans sind nicht die einzigen, die auf diese Art gegen die Betreiber ihrer Plattform demonstrieren. Reddit-CEO Steve Huffman führte in einem Interview die Führung von Elon Musk bei Twitter als Vorbild an – eine Aussage, die viele Nutzer von Reddit angesichts der Entwicklung von Twitter besorgte.
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Da sowieso die Server untereinander schnackten, konnten das die User dann eben auch. Genau so funktioniert auch ActivityPub und somit das Fediverse.

Das “schnackten” würde ich gegen “kommunizierten” tauschen, das liest sich etwas merkwürdig. Der Rest ist imho so in Ordnung.


Hier in meiner Region gibt es das Schadstoffmobil immer noch, vierteljährlich steht es für 4 Stunden an wöchentlich wechselnden Plätzen bereit. Bei mir ist es idealerweise auf dem Parkplatz vor meiner Haustür. Für den Wertstoffhof muss ich eine halbe Stunde fahren, aber hier kann man dann auch Kleingeräte, oder Autobatterien kostenlos abgeben.



Ich persönlich finde diese Entscheidung etwas hart, positivere Beiträge könnten ja noch folgen, wie auch Beiträge insgesamt, sodass man nach weiterer Beobachtung dann immer noch eine Entscheidung treffen könnte. Ich mag ihn jetzt auch nicht verteidigen, aber direkt einen Ban, für einen Beitrag den sicher viele in der Bevölkerung auch so sehen, zu geben finde ich etwas hart. Das ist man von Reddit gewohnt, es wäre schade wenn sich das auch hier durchsetzen würde.


Die Downvotes sprechen zwar für sich, aber ob dieser einzelne Kommentar direkt einen Ausschluss aus der Community rechtfertigt? Ich weiss es nicht, fühlt sich aber nicht gut an.



Ich habe meinen Account bereits in der vergangenen Woche gelöscht. Ich vermisse Reddit nicht, zumal sich mir mit dem Fediverse eine völlig neue Welt eröffnet hat. Es macht Spaß, sich hier zu beteiligen und ich habe jetzt schon mehr Beiträge, als in den letzten drei Jahren auf Reddit. Die Community hier ist überwiegend freundlich, Ausnahmen davon kann man an einer Hand abzählen. Ich fühle mich wohl im Fediverse, und die paar technischen Mängel werden ja auch zukünftig abgestellt werden.


Ich benutze Youtube einfach zu selten, sodass sich ein Premium-Abo für mich - bzw auch für meine Frau - nicht rentiert. Ich habe auf meinem FireTV einmal die vorinstallierte App benutzt und war echt angefressen darüber, wieviel Werbung ausgespielt wird. Und das ist ziemlich nervig, wenn man mal ein Livekonzert schaut und mitten im Jubel dann ein Abriss erfolgt, ein 10 minütiger Werbespot ausgeliefert wird, und dann der Jubel vom Konzert weiter geht. Ich war das einfach (dank µblock) nicht mehr gewohnt. Vor einigen Monden habe ich dann die originale App durch SmartTube Next ersetzt, die nicht nur die eigentliche Werbung eliminiert, sondern auch die Sponsoren effektiv blockiert. Allerdings habe ich die App nun auch erst wenige Male benutzt. Einerseits würde ich für Channels wie Techmoan gerne zulassen, dass Werbung ausgespielt wird, damit der Kanal auch für den interessanten Content entsprechend vergütet wird. Andererseits ist die Werbung auf der Röhre mittlerweile so penetrant, dass ich jeden Weg nutzen würde, um das zu unterbinden.


Unter Android nutze ich SmartTube Next, unter Linux genügt mir µblock. Aber ja: ich habe von PeerTube gelesen, das steht auch schon länger unter Kritik. Ich habe das aber bisher nicht genutzt.


Crossgeposted von: https://feddit.de/post/1222175 > **Youtube verschärft testweise sein Vorgehen gegen Nutzer, die einen Adblocker nutzen. Sie könnten künftig nach drei Videos ausgesperrt werden.** > > Youtube will offenbar härter gegen User von Adblockern vorgehen. Derzeit testet die Videoplattform, Werbeblocker nach drei geschauten Videos auszusperren. Die betroffenen Personen bekommen dann eine Tafel angezeigt, über die sie Youtube Premium abonnieren können, Youtubes kostenpflichtige werbefreie Abo-Stufe. > > Dabei handele es sich um ein "kleines Experiment", sagte Youtube dem US-Magazin Bleeping Computer. Weltweit wurde demnach eine kleine Zahl von Personen ausgewählt, um die Auswirkungen der Restriktionen zu prüfen. Google hat wiederholt Einschränkungen beim Gratis-Schauen von Youtube getestet. Eine Garantie, dass diese Methoden letztlich breit umgesetzt werden, gibt es nicht. > > "Es sieht so aus, als würden Sie einen Werbeblocker verwenden", heißt es im neuen Test-Warnhinweis von Youtube. "Die Videowiedergabe wird blockiert, es sei denn, YouTube ist auf der Ausnahmeliste oder der Werbeblocker ist deaktiviert." Nutzer haben dann die Möglichkeit, ihren Adblocker zu deaktivieren oder Youtube Premium abzuschließen. Youtube Premium kostet für Einzelpersonen 12 Euro im Monat. > > **Youtubes Testlabor** > > Erst im Mai hatte Youtube damit begonnen, Werbeblocker-Nutzern in den USA einen Warnhinweis anzuzeigen. Darin schreibt Youtube, Werbung sei nötig, um den Dienst für Milliarden von Nutzern kostenlos zu halten. Youtube verweist darin bereits auf das kostenpflichtige Premium-Abo, das den Dienst werbefrei hält. > > Dieser Warnhinweis kann aber schlicht weggeklickt werden, Konsequenzen ergeben sich daraus keine. Die neue Methode würde das ändern. Laut Bleeping Computer hatte Google bereits die Möglichkeit getestet, Adblocker-Nutzer direkt auszusperren – also ohne "Gnadenfrist" nach mehreren Videos. Das nun getestete Vorgehen würde demnach einen Mittelweg darstellen, der Nutzer von Adblockern trotzdem verärgern dürfte. In den sozialen Medien haben sich bereits erste Betroffene zu Wort gemeldet. > > Youtube testet regelmäßig neue Wege, der Kundschaft sein Premium-Abo schmackhaft zu machen – so wurden in der Vergangenheit testweise 4K-Videos exklusiv für Premium-Nutzer angeboten. Außerdem möchte Google zahlenden Kunden eine bessere Bitrate bei FullHD-Videos anbieten. > > (dahe)
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Das war unter anderem auch in TV-Berichten zu erfahren, ich hatte leider auf die schnelle keinen anderen Link. Man möge mir verzeihen. :)


undefined> Ist MDMA da insgesamt wirklich schlimmer?

Ich bin jetzt kein Mediziner, deshalb verzeihe mir meine laienhafte Erklärung. Wenn man zu viel Alkohol konsumiert hat, versucht der Körper durch Erbrechen das Gift aus den Körper zu bekommen. Bei einer Überdosierung durch MDMA setzt eine solche Reaktion nicht ein, der Körper überhitzt (was sich durch massives Schwitzen bemerkbar macht), fängt an zu Krampfen und im Gehirn findet eine Vergiftung statt, gegen die es keine Strategie zum Entgegenwirken hat. In der Folge stirbt das Gehirn ab.

Kleinere Dosen MDMA können durchaus Spass bedeuten, gehören aber nicht in die Finger von Kindern, die Selbstverantwortung noch nicht einschätzen können. Alkohol natürlich auch nicht, der Begriff “Komasaufen” existiert nicht ohne Grund. Bei einer Alk-Vergiftung hat man als Mediziner ggf noch Kniffe, das Gift aus den Körper zu bekommen, bsp durch Erbrechen / Magen auspumpen. Bei MDMA bin ich mir nicht sicher, ob man das durch eine Blutwäsche rausgefiltert bekommen würde. Zumal das Zeitfenster, in dem das passieren müsste, wohl relativ klein ist.


Im Gehirn des Mädchens waren wohl Areale völlig zerstört, da stellt sich die Frage, was alles noch in der Pille beigepanscht wurde.


Das ist echt erschreckend. Ich sehe gerade auf Welt-TV einen Beitrag zu dem Thema. Offensichtlich ist MDMA bei Jugendlichen die zweitbeliebteste Droge, hinter Cannabis. Ich hoffe auf härtere Strafen für jedes dealende Arschloch, das Drogen an Schutzbedürftige abgibt.



**Zum Festival gehören Musik, Sonnenbrand, Zelte – und für viele auch Drogen. Die Veranstalter des Fusion-Festivals warnen vor der Ecstasy-Pille „Blue Punisher“, an der am Wochenende eine Jugendliche gestorben ist.** Die Veranstalter des Musikfestivals Fusion weisen ihre Besucher mit Aushängen und Fotos auf die Gefahren der Ecstasy-Pille „Blue Punisher“ hin. „Wir hoffen außerdem, dass unsere Gäste auch durch die mediale Berichterstattung vor den hochdosierten Pillen gewarnt sind“, sagte ein Festivalsprecher am Donnerstag. Das Techno- und Kultur-Festival in Lärz im Kreis Mecklenburgische Seenplatte ist am Mittwoch gestartet, bis Sonntag werden bis zu 70.000 meist jüngere Gäste erwartet. Nach dem Drogentod einer Dreizehnjährigen aus dem Landkreis Mecklenburgische Seenplatte, die eine solche Ecstasy-Pille konsumiert hatte, warnten verschiedene Stellen vor dem Konsum der Substanz, die als Partydroge gilt. Sicherheitsleute des Fusion-Festivals setzten am Mittwoch einen mutmaßlichen Drogen-Dealer fest, gegen den das Amtsgericht Waren am Donnerstag auf Antrag der Staatsanwaltschaft Neubrandenburg Haftbefehl erließ. Das Festival hatte nach dem Drogen-Fund die Polizei eingeschaltet. **„Potpourri an Drogen“** „Der Mann aus Berlin hatte ein ganzes Potpourri an Drogen bei sich: mehrere Hundert Ecstasy-Pillen, darunter 60 „Blue Punisher“-Pillen, mehr als 180 LSD-Trips, weitere Betäubungsmittel in nicht geringer Menge sowie Tütchen mit einer kristallinen Substanz, die noch analysiert werden muss“, teilte die Polizei in Neubrandenburg am Donnerstag mit. Grundsätzlich ist das Fusion-Festival nach Worten seines Ärztlichen Leiters Gernot Rücker medizinisch bestens für die mehrtägige Veranstaltung mit Zehntausenden Besuchern aufgestellt. Es gebe für eventuelle Notfälle acht Intensivbeobachtungsplätze und ein großes medizinisches Team mit insgesamt rund 400 Personen, darunter Ärzte, Psychologen, Pfleger und Drogenberater. Der Drogenkonsum sei aber letztlich ein Nebenaspekt. Unterdessen hat „Blue Punisher“ einem Medienbericht zufolge auch Sachsen-Anhalt erreicht. „Diese Ecstasy-Variante ist uns bekannt und auch in Sachsen-Anhalt in Umlauf“, sagte Michael Klocke, Sprecher des Landeskriminalamts (LKA) der „Mitteldeutschen Zeitung“. Auch in Brandenburg laufen Ermittlungen nach dem Tod einer Fünfzehnährigen am vorigen Wochenende. Ermittler vermuten eine Überdosis chemischer Drogen. Um welche Art von Drogen es sich handele, hatte eine Sprecherin der Staatsanwaltschaft in Potsdam am Mittwoch aber nicht gesagt. Die genauen Obduktionsergebnisse und das Ergebnis einer toxikologischen Untersuchung stünden noch aus. Quelle: dpa
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Wäre doch gelacht wenn nicht… https://www.youtube.com/watch?v=7tnVdBycUO4

Hello black screen guy here back with another black screen! iN 4K tHiS TiMe, since I got a lot of requests for that.




9 Stunden lang ein Schwarzer Screen, 100% schwarzer Bildschirm, schwarzes Bild. Ohne Ton, ohne Ablenkung. 100% Schwarzer Screen. Wir wünschen viel Spaß.
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**Immer mehr Menschen greifen laut einem Bericht der Vereinten Nationen zu Drogen. Mit dem Bevölkerungsanstieg alleine lässt sich der Zuwachs wohl nicht erklären. Vor allem chemische Drogen werden demnach mehr und mehr zum Problem.** Die weltweite Zahl an Drogenkonsumenten ist laut einem UN-Bericht binnen eines Jahrzehnts um fast ein Viertel gestiegen. Das Büro der Vereinten Nationen für Drogen- und Verbrechensbekämpfung (UNODC) in Wien äußerte in seinem Jahresbericht am Sonntag auch Sorge über die Verbreitung synthetischer Drogen, und über Krisenherde wie die Ukraine und Afghanistan. Zwischen 2011 und 2021 stieg die geschätzte Zahl an Menschen, die zu Drogen greifen, von 240 Millionen auf 296 Millionen, ein Zuwachs um 23 Prozent. Laut der UN-Behörde ist nur etwa die Hälfte dieses Anstiegs auf das Wachstum der Weltbevölkerung zurückzuführen. Die Zahl der Menschen mit Drogensucht oder -erkrankungen stieg in diesem Zeitraum um 45 Prozent auf 39,5 Millionen an. Das UNODC warnte vor der Verbreitung von chemischen Drogen wie Methamphetamin, Amphetamin, Fentanyl und auch vor den vielen neu entwickelten Substanzen am Markt. „Die Herstellung von synthetischen Drogen ist billig, einfach und schnell“, hieß es. Dieser hoch flexible Sektor des Rauschgiftgeschäfts sei für Behörden schwerer aufzuspüren, weil er anders als etwa Kokain und Heroin nicht an bestimmte Anbaugebiete und Wachstumszyklen gebunden sei. **Weniger Opium, mehr synthetische Drogen** Das UNODC beobachtet deshalb insbesondere die Lage in der Ukraine, wo im Jahr vor Beginn des Kriegs 79 Amphetamin-Labore von den Behörden stillgelegt worden waren, die höchste Zahl weltweit. Seit der russischen Invasion Anfang 2022 sei die Zahl der Beschlagnahmungen von synthetischen Drogen in der Ukraine angestiegen, während der Markt für solche Substanzen in Nachbarländern gewachsen sei, berichtete UNODC-Chefanalystin Angela Me. „Dies ist eine Gefahr, die wir als eine Folge des Kriegs sehen“, sagte sie. In Afghanistan beobachtet das UNODC Anzeichen für einen Rückgang der Opium-Gewinnung unter der Herrschaft der Taliban. Die UN-Drogenexperten wiesen jedoch darauf hin, dass Afghanistan nicht nur der weltweit wichtigste Exporteur des Heroin-Rohstoffs Opium ist, sondern sich auch zu einem wichtigen Produzenten von Methamphetamin entwickelt hat. Der fallende Anbau von Opium könnte eine Verlagerung in Richtung synthetischer Drogen vorantreiben, warnte das UNODC. In den vergangenen drei Jahren erreichte afghanisches Methamphetamin nicht nur Länder in der umliegenden Region, sondern etwa auch Frankreich, Hongkong und Australien. Die Drogenwächter der Vereinten Nationen sind aber auch über das anhaltende Wachstum des Kokainmarktes besorgt. „Im globalen Kokainmarkt beobachten wir eine Spirale, in der die Nachfrage zu mehr Angebot führt, und das Angebot zu mehr Nachfrage“, sagte Me. Im Jahr 2021 sei eine Rekordmenge von 2300 Tonnen Kokain hergestellt worden. Die meisten Fälle von Sucht und Erkrankungen sind laut UNODC aber weiterhin auf Opioide sowie auf Cannabis zurückzuführen. Fast 70 Prozent der 128 000 Drogentoten im Jahr 2019 hatten Opioide konsumiert, hieß es in dem Bericht. Cannabis-Süchtige machen in vielen Regionen einen erheblichen Teil der Patienten in Drogen-Therapien aus, 18 Prozent in Europa, und mehr als ein Drittel in Afrika und Ozeanien. Weltweit hat aber nur ein Fünftel der Menschen mit Drogenproblemen Zugang zu Therapien, wie die UN-Drogenbehörde berichtete.
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**Die AfD hat erstmals in Deutschland eine Landratswahl gewonnen. Ihr Kandidat Robert Sesselmann setzte sich im Thüringer Kreis Sonneberg am Sonntag in der Stichwahl gegen den amtierenden Landrat Jürgen Köpper von der CDU durch.** Zehn Jahre nach ihrer Gründung hat die rechtspopulistische AfD erstmals in Deutschland ein kommunales Spitzenamt erobert. Im Kreis Sonneberg in Thüringen gewann ihr Bewerber Robert Sesselmann am Sonntag die Landratswahl. In einer Stichwahl erhielt er nach dem vorläufigen Ergebnis 52,8 Prozent der Stimmen. Das teilte das Wahlamt mit. Der amtierende Landrat von der CDU, Jürgen Köpper, kam nur auf 47,2 Prozent, obwohl er von einer Parteienallianz unterstützt wurde. Sesselmann war wegen seines hohen Ergebnisses im ersten Durchgang als Favorit in das Rennen gegangen. Thüringens Innenminister und SPD-Vorsitzender Georg Maier bezeichnete das Wahlergebnis als „Alarmsignal für alle demokratischen Kräfte“. Nun heiße es, „parteipolitische Interessen hintan zu stellen und gemeinsam die Demokratie zu verteidigen“. Politik und Demokratie seien der Wettstreit um die besten Ideen und nicht um die größte Empörung, erklärte der SPD-Politiker. Die Kommunalwahl in dem Kreis an der Grenze zu Bayern hatte bundesweit für Aufmerksamkeit gesorgt. Die AfD hat in Umfragen derzeit Aufwind, vor allem in den ostdeutschen Bundesländern. In Thüringen wird die Partei mit Landeschef Björn Höcke vom Verfassungsschutz als erwiesen rechtsextrem eingestuft und beobachtet. **Wahlbeteiligung bei knapp 60 Prozent** Linke, SPD, Grüne und FDP in Thüringen hatten für eine hohe Wahlbeteiligung und die Unterstützung des CDU-Bewerbers geworben. Die Wahlbeteiligung lag nun bei 59,6 Prozent - im ersten Durchgang vor zwei Wochen waren es 49,1 Prozent. Der Landkreis im Thüringer Wald mit 57.000 Einwohnern und rund 48.000 Wahlberechtigten ist einer der kleinsten in Deutschland. Sesselmann und die AfD bestritten den Wahlkampf vor allem mit Bundesthemen wie dem umstrittenen Heizungsgesetz, der hohen Inflation oder gestiegenen Flüchtlingszahlen. In der Region, die ländlich und konservativ geprägt ist, war darum von einer Abstimmung über die Bundespolitik die Rede, mit der derzeit viele Menschen unzufrieden seien. AfD-Vertreter wie Thüringens Co-Landessprecher Stefan Möller gaben der Wahl eine hohe Bedeutung. Ihnen ging es um den Nachweis der Wählbarkeit und eine Art Präzedenzfall, dass die AfD politisch Verantwortung übernehmen kann. Nach einer repräsentativen Civey-Umfrage für den TV-Sender Welt sind 52 Prozent der Deutschen beunruhigt von der Vorstellung eines AfD-Landrats. Sesselmann ist 50 Jahre alt, Rechtsanwalt und derzeit AfD-Landtagsabgeordneter in Erfurt. Er stammt aus der Stadt Sonneberg. Als Chef der Kreisverwaltung muss er künftig vor allem Beschlüsse des Kreistages, aber auch von Landtag und Bundestag umsetzen. Außerdem kann er regionale Fragen klären wie die Kita-Betreuung oder die Sanierung von Gebäuden und Straßen. Quelle: dpa
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undefined> andererseits kann ich kaum glauben, daß prigoschin so dumm sein sollte, sowas auf gut glück zu versuchen.

Ich denke dass Prigoschin dort auf mehr Rückhalt von den russichen Militärs, bzw auch aus der Bevölkerung gehofft hat. Irgendwann musste er dann einsehen, dass er mit dem Versuch ziemlich alleine dastand. Interessant finde ich allerdings, dass Putin wohl während des gesamten Tags keine Rückmeldung durch seine Geheimdienste erhalten hat. Zumindest liest sich das in den Medien so.

Edith: Tippgicht


**Russland-Kenner Gerhard Mangott hält die Ereignisse vom Samstag für Wladimir Putins schwerste Krise seit 2000. Auf das Leben von Wagner-Chef Jewgeni Prigoschin würde er nicht viel setzen** Interview von Florian Niederndorfer Rollte der Militärkonvoi des Söldnerchefs und Kriegsverbrechers Jewgeni Prigoschin noch vor 24 Stunden fast unaufhaltsam auf Moskau zu, der Herzkammer der russischen Macht, darf Kremlchef Wladimir Putin am Sonntag erst einmal durchatmen. Der Putsch ist vorerst abgesagt. Der Innsbrucker Politologe Gerhard Mangott sieht darin aber höchstes eine Vertagung des Konflikts, keine Lösung, wie er im STANDARD-Interview erklärt. STANDARD: Anstatt mit seinen Kämpfern in Moskau einzumarschieren und wie angekündigt "alles zu zerstören", dürfte sich Jewgeni Prigoschin nun sang- und klanglos nach Belarus abgesetzt haben. Hat sich der Wagner-Boss mit seinem Marsch auf Moskau kolossal verspekuliert? Mangott: Für Prigoschin dürfte klar gewesen sein, dass sein militärisches Abenteuer nur dann eine Chance hat, wenn sich jemand mit ihm solidarisiert. Das ist völlig ausgeblieben. Selbst General Sergej Surowikin, der stellvertretende Verteidigungsminister, der Prigoschin sehr nahesteht, hat sich gestern von ihm distanziert. Prigoschin hätte natürlich weiter in Richtung Moskau marschieren können, politisch hat er diesen Staatsstreich da aber schon verloren gehabt und hat wohl nach einem Ausweg gesucht. Putin hat sich auf diese vorläufige Lösung eingelassen, weil auch ihm gestern klar geworden sein muss, dass viele rund um ihn auffällig still geblieben sind. Die Chefs der mächtigen Geheimdienste etwa haben den ganzen Tag über nichts gesagt, was Putin wohl verdeutlich hat, wie dünn das Eis ist, auf dem er sich bewegt. STANDARD: Ist der Konflikt nun beigelegt? Mangott: Nein, wir haben nur eine Art Vertagung erlebt, wo beide Seiten jetzt versuchen werden, ihre Position zu verbessern für einen Konflikt, der unweigerlich kommen wird. STANDARD: Bisher hat Prigoschin als willfähriger Diener Putins gegolten, der dem Präsidenten mit seinem lauten Poltern auch als eine Art Blitzableiter dient. Haben wir uns in ihm getäuscht? Mangott: Anfangs sicherlich. Ich bin zu Beginn davon ausgegangen, dass es sich um ein Spiel handelt, das Putin zulässt, um Druck auf die Militärführung aufrechtzuerhalten und keinen General zu stark werden zu lassen. Seit einigen Monaten hat Prigoschin aber eine rote Linie nach der anderen überschritten und Putin hat ihn ganz einfach treiben lassen. Das ist ein klares Schwächezeichen und verdeutlicht Putins Autoritätsverlust. Die Krise, die gestern so eskaliert ist, ist nichts anderes als Führungsversagen Putins, der nicht rechtzeitig gemerkt hat, wie sich die Rolle Prigoschins geändert hat und zu welcher Gefahr er für ihn selbst geworden ist. STANDARD: Wie steht es um die Macht des Präsidenten am Tag nach der Meuterei? Mangott: Putin ist deutlich angeschlagen, angezählt ist er aber nicht. In der Fernsehansprache am Samstag hat er von Verrat und Dolchstoß gesprochen und davon, dass die Verräter hart bestraft werden. Davon ist heute keine Rede mehr, Prigoschin geht vorerst straffrei aus und zieht sich womöglich nach Belarus zurück. Das ist alles eine Demütigung für Putin, vor allem deshalb, weil er dadurch in Teilen der Bevölkerung den Nimbus des allmächtigen, alles kontrollierenden Führers des Landes verloren hat. Vor allem hat er aber auch gegenüber der politischen Elite Schwäche gezeigt, weshalb die Ereignisse vom Samstag sicher die schwerste Krise für Putin seit seinem Machtantritt im Mai 2000 sind. STANDARD: Wie konnte es überhaupt so weit kommen, dass Prigoschins Kolonne hunderte Kilometer quer durch Russland fährt und niemand sie aufhält? Mangott: Mich hat die Geschwindigkeit, mit der der Konvoi unterwegs war, auch überrascht. Dass es keine nennenswerten militärischen Versuche gegeben hat, ihn zu stoppen, ist meiner Meinung nach ein Hinweis darauf, dass sich Putin seiner Sache nicht allzu sicher war. Weder das Verteidigungsministerium noch die Nationalgarde noch das Innenministerium dürften große Lust gehabt haben, sich auf Kämpfe mit Prigoschin einzulassen. Dessen Exit, den wir dann am Abend erlebt haben, ist aber nicht mehr als eine Zwischenlösung, das Drama geht weiter. STANDARD: Wie steht es jetzt um Verteidigungsminister Sergej Schoigu und Generalstabschef Waleri Gerassimow, die beide von Prigoschin teils flegelhaft beschimpft worden sind? Mangott: Putin war in dieser Auseinandersetzung lange sehr passiv, zu lange, wie ich meine. Ich kann mir nicht vorstellen, dass eine Absetzung der beiden Teil des Deals gestern war. Es ist schon so, dass das Verhältnis zwischen Putin und Schoigu und Gerassimow mehr als getrübt ist aufgrund der militärischen Lage in der Ukraine, eine Entlassung zu diesem Zeitpunkt würde aber als Kniefall vor Prigoschin interpretiert werden. STANDARD: Die Vereinbarung gestern soll auf Initiative des belarussischen Machthabers Alexander Lukaschenko zustande gekommen sein. Geht der kleinere der beiden Unionsstaaten nun gestärkt aus der Krise hervor? Mangott: Es ist in gewisser Weise bizarr, dass 2020 Putin den Präsidentensessel für Lukaschenko gerettet hat und es nun, 2023, umkehrt Lukaschenko war, der Putin in dieser Krise geholfen hat. Lukaschenko kam auch deshalb ins Spiel, weil er Prigoschin mehr als zwanzig Jahre lang kennt und auch die Möglichkeit hat, zu ihm vorzudringen. Nach drei Jahren der zunehmenden Abhängigkeit von Putin hat Lukaschenko nun sicherlich einen Punktesieg errungen. STANDARD: Werden wir bald wieder von Prigoschin und seinen Kämpfern hören? Mangott: Ich kann mir nicht vorstellen, dass er sich nun in Belarus auf sein Altenteil zurückzieht, wenn er denn überhaupt wirklich dort ist. Prigoschin wird sicher damit weitermachen, verbal auf die Militärführung loszugehen, durchaus auch auf Putin selbst. Solange Prigoschin am Leben bleibt und weitermacht, wird Putin mit dem Makel behaftet sein, sich nicht gegen diesen Mann durchsetzen zu können. Wenn Putin jemanden aber einen Verräter nennt, wie er es in der Fernsehansprache am Samstag getan hat, bedeutet dies immer auch Liquidierung. Das ist bestimmt nicht vom Tisch. Putin wird nach wie vor festen Willens sein, Prigoschin auszuschalten, und zwar physisch. Die Frage ist auch, wie viele seiner Männer sich in die reguläre Armee werden eingliedern lassen. Die Mehrheit wird wohl gegenüber Prigoschin loyal bleiben, was weiterhin ein Aufruhrpotenzial und eine Herausforderung für das staatliche Gewaltmonopol bedeutet. (Florian Niederndorfer, 25.6.2023) Zur Person: Gerhard Mangott ist Politikwissenschafter an der Universität Innsbruck.
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Ich habe ehrlich gesagt nicht damit gerechnet, dass sich die Situation so schnell wieder auflöst. Ich bin gespannt, welche Konsequenzen nun daraus gezogen werden.




Es gibt immer noch Soulseek, damit lässt sich das meiste finden. Heuzutage auch in Flac.


undefined> Schonmal hier besprochen: https://feddit.de/comment/266229

Wobei !Germany ja eher für die Kommunikation mit internationalen Usern gedacht ist und die Amtssprache dort English ist. Ist doch ok, wenn man sich hier auch auf Deutsch darüber austauschen kann.


Das ist der Weg. Entkriminalisierung, legaler Erwerb, Anpassung der Grenzwerte im Straßenverkehr. Bisher erkenne ich keinen Ansatz, das sich auch nur annähernd etwas verbessert. Solange bewege ich mich weiterhin unter dem Radar und erfreue mich an meinem Buddy mit dem grünen Daumen.


Schwierig. Wir haben es wohl geschafft, den Planeten innerhalb weniger Generationen nachhaltig zu zerstören. Besser wird es wohl auf lange Sicht nicht mehr.


Danke, das Internet ist für mich immer noch Neuland. :D


**Nur ein Teil wird wieder ausgeschieden, der Rest lagert sich offenbar in Organen ab. Sicher ist vor allem eins: Wir werden immer mehr davon aufnehmen.** Einen Esslöffel kleiner und kleinster Plastikteilchen in die Nase ziehen? Nein? Freiwillig würden das wahrscheinlich nur die wenigsten tun. Aber unfreiwillig und unwissentlich tun wir genau das: Jede Woche atmen wir kleine Plastikpartikel ein, so viel wie eine Kreditkarte. Das haben Wissenschafter gerade erst herausgefunden. Und das ist nur die Menge, die über die Luft zu uns kommt. Wir nehmen Mikroplastik aber auch über das Trinkwasser und über die Nahrung auf. Ein Grossteil der aufgenommenen Partikel wird wieder ausgeschieden. Denn nur Teilchen, die kleiner sind als 0,002 Millimeter, können durch die Darmwand hindurch ins Innere des Körpers gelangen. Sie schaffen es bis ins Blut und werden schliesslich in diversen Organen gelagert. So wurden in der Leber oder in Lymphknoten, aber auch in der Plazenta und der Muttermilch Plastikpartikel gefunden. Das Mikroplastik in unseren Körpern, es ist eine Wette auf die Zukunft, und der Ausgang ist völlig offen. Was ist Mikroplastik? Als Mikroplastik gelten Kunststoffteilchen, die bis zu 5 Millimeter gross sind, als Untergrenze gelten oft 100 Nanometer (nm) – das entspricht dem grössten Partikel, das noch durch eine medizinische Maske passt – oder 1 Mikrometer (μm) – die Grösse eines kleinen Bakteriums. Es gibt auch noch kleinere Teile, die heissen dann Nanoplastik. **Grundsätzlich gibt es drei verschiedene Arten von Mikroplastik:** Mikroplastik, das gezielt hergestellt und eingesetzt wird. Dazu gehören etwa kleine Kügelchen, die in Kosmetika oder Waschmitteln einen Reibeffekt erzielen sollen, oder auch das Pulver, das einem 3-D-Drucker als Ausgangsmaterial dient. Mikroplastik, das während der Nutzung freigesetzt wird. Dazu gehören der Abrieb von Reifen und Schuhsohlen, das Waschen von Kleidung oder die Verwitterung von Farben und Anstrichen. Mikroplastik, das durch den Zerfall grösserer Gegenstände entsteht. Dazu gehören die in die Landschaft geworfene Plastikflasche oder die Folie vom Schokoriegel, die durch Einwirkung von Sonnenlicht, Feuchtigkeit oder Salzwasser mit der Zeit in immer kleinere Teilchen fragmentiert wird. Insgesamt entstehen in Deutschland pro Jahr 330 000 Tonnen der ersten beiden Arten, wie das Fraunhofer-Institut für Umwelt-, Sicherheits- und Energietechnik schätzt, pro Kopf 4 Kilogramm. Und das meiste davon gelangt in die Umwelt: 3,2 Millionen Tonnen Mikroplastik sollen es laut der Weltnaturschutzunion (IUCN) weltweit sein, etwa 1,5 Millionen Tonnen davon landen im Meer. Die Quellen, die mitunter die meiste Aufmerksamkeit bekommen, sind nicht unbedingt die wichtigsten – aber sie sind wohl die, die sich am einfachsten eindämmen liessen: Textilien aus Polyester, Nylon oder Elasthan verlieren Fasern. Zum einen tun sie das beim Tragen – auch die Fleecejacke aus rezyklierten PET-Flaschen und die wasserabweisende Trekkinghose hinterlassen in der Natur Spuren in Form kleiner Plastikteile. Zum anderen lösen sich die winzigen Plastikfasern beim Waschen. Spezielle Beutel, in denen die Kleidungsstücke gewaschen werden und die die Fasern auffangen sollen, sind weniger effizient als Filter an der Waschmaschine. Einzelne Hersteller bieten bereits Geräte mit solchen Filtern an; ältere Maschinen lassen sich nachrüsten. Laut der Eidgenössischen Materialprüfungsanstalt (Empa) filtern auch Kläranlagen einen grossen Teil des Mikroplastiks aus dem Abwasser. Die grösste Einzelquelle von Mikroplastik sind Autoreifen: Bei der Fahrt werden Gummipartikel abgerieben, jeder Reifen verliert so laut dem deutschen Autoklub ADAC 120 Gramm Material pro 1000 Kilometer. In der Schweiz entstehen jedes Jahr 10 400 Tonnen Reifenabrieb, in Deutschland schwanken die Schätzungen, das Fraunhofer-Institut geht von 150 000 Tonnen aus. Bei den wichtigsten Quellen unterscheiden sich die Schweiz und Deutschland nur in der Grössenordnung. **Wie gelangt Mikroplastik in den Körper?** 2019 veröffentlichte die Weltgesundheitsorganisation (WHO) einen vielbeachteten Bericht zu Mikroplastik im Trinkwasser. Er wurde als Entwarnung gewertet: Die WHO schrieb, die wenigen vorliegenden verlässlichen Informationen gäben keinen Grund zur Besorgnis. Gleichzeitig betonte sie, dass sehr viel mehr Forschung in diesem Bereich nötig sei. Die im Trinkwasser enthaltene Menge ist zudem nicht überall gleich. Im Kanton Zürich hat das Amt für Abfall, Wasser, Energie und Luft (Awel) das Grund- und Trinkwasser vor einigen Jahren analysiert und kein Mikroplastik gefunden. Schon länger bekannt ist, dass in vielen Nahrungsmitteln Mikroplastik enthalten ist: in Gemüse, in Salz, in Kuhmilch, in Bier, in Honig, in Flaschenwasser. In Meerestieren wie Fischen und Garnelen sammelt sich das Mikroplastik laut bisherigen Erkenntnissen vor allem in unverzehrbaren Körperteilen. Auch die Verpackung spielt offenbar eine Rolle. Sogar Wasser in Glasflaschen enthält Mikroplastik, möglicherweise aus dem Deckel. In Plastikflaschen ist der Gehalt deutlich höher. Wer einem Baby Formulamilch im Plastikfläschchen reicht, serviert mehrere hunderttausend Kunststoffteilchen gleich mit, die sich beim Schütteln aus der Flasche lösen. Und eine Wissenschafterin der Universität Portsmouth in England wies kürzlich nach, dass man mit einer Mahlzeit, die aus unverpackten Lebensmitteln zubereitet wurde, 55 000 Plastikteilchen isst. Sind die einzelnen Bestandteile der Mahlzeit in Plastik verpackt, sind es 230 000 Teilchen. Wenn man ein ganzes Jahr lang jeden Tag eine solche Mahlzeit esse, nehme man 10 Gramm Plastik zu sich – so viel wie zwei Plastiktüten. **Wie gefährlich ist Mikroplastik?** Gemäss allen vorliegenden Erkenntnissen sind die Miniteilchen für kein Lebewesen akut lebensgefährlich. Doch sie können durchaus giftig und sogar tödlich sein. Genauso wie eine Schildkröte verhungert, weil ihr Magen voller Plastiktüten, Stücken von Fischernetzen und Teilen von Plastikflaschen ist, so sterben auch kleine Krebse oder Wasserschnecken, wenn ihr Magen-Darm-Trakt mit Mikroplastik verstopft ist. Zudem kann Mikroplastik das Wachstum und die Fortpflanzung von Wassertieren beeinträchtigen. Die Teilchen können bei ihnen Entzündungen verursachen oder das Erbgut schädigen. Bei Labormäusen, deren Futter oder Trinkwasser mit kleinsten Styroporkügelchen vermischt war, veränderten sich die Zusammensetzung der Darmbakterien und der Stoffwechsel der Leber. Nahmen Mäusemütter die Partikel während der Schwangerschaft auf, waren die Nachkommen leichter und hatten einen veränderten Fettstoffwechsel im Vergleich zu anderen Mäusejungen. Ratten wiesen nach einer solchen «Ernährung» Anomalien an den Fortpflanzungsorganen auf. Doch es ist unklar, ob all diese Ergebnisse aus Tierversuchen auf den Menschen übertragbar sind. Es ist dessen ungeachtet möglich, dass Mikroplastik langfristig auch uns Menschen schadet. Doch derzeit kann man das nicht sagen. Denn Mikroplastik liegt in so vielen unterschiedlichen Formen und chemischen Zusammensetzungen vor, dass es eine wahre Herkulesaufgabe wäre, alle Varianten auszutesten. Derzeit gehen die Wissenschafter davon aus, dass vor allem die Anwesenheit der Miniteilchen im Körper problematisch sein könnte. Chronische Entzündungen in der Lunge Ein denkbarer Schaden ist, dass Zellen, beladen mit Plastikteilchen, nicht mehr richtig funktionieren. Dies wurde zum Beispiel bei menschlichen Immunzellen beobachtet, die in der Petrischale mit kleinsten Styroporkügelchen «gefüttert» worden waren. Es könnte auch sein, dass Mikroplastik, das sich in Organen ablagert, zu chronischen Entzündungen führt. Manche Experten halten das Mikroplastik in der Lunge für problematischer als jenes im Verdauungstrakt. Denn vom Darm gelange so wenig Material ins Innere des Körpers, dass dies kaum eine Gefahr darstelle, heisst es. Kleben Miniteilchen an der Darmwand, werden sie innerhalb weniger Tage ebenfalls ausgeschieden, weil sich die Zellschicht der Darmwand alle drei Tage erneuert. Doch so eine effiziente Selbstreinigung gibt es in der Lunge nicht. Dass kleine Fremdstoffe in der Lunge grossen Schaden anrichten können, das weiss man auch von sogenannt natürlichen Partikeln wie Feinstaub. Dieser kann im Laufe der Jahre lokale Entzündungen und in der Folge Atemwegserkrankungen, Schäden im Herz-Kreislauf-System oder Krebs auslösen. Derzeit scheine es so, als ob die Auswirkungen von Mikroplastik auf uns Menschen nicht sehr weitgehend seien, schreibt die Arbeitsgruppe um Albert Koelmans von der Universität in Wageningen in einer Übersichtsarbeit. Doch die meisten Experten seien sich einig: Die Frage sei nicht, ob, sondern nur, wann die negativen Effekte spürbar würden.
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**Vom ganz großen Wurf bei der Cannabislegalisierung hat sich die Ampel schon verabschiedet. Nun gibt es zumindest Klarheit, wann sich das Kabinett mit der überarbeiteten Reform befassen soll.** Der Zeitplan für das Cannabisgesetz der Ampel konkretisiert sich. Aus Regierungskreisen heißt es nach SPIEGEL-Informationen, dass ein Entwurf bis Mitte August ins Kabinett eingebracht werden soll. Das ist ein recht strammer Zeitplan, drängt die SPD doch schon auf Tempo. »Ich rechne damit, dass der Gesetzentwurf spätestens nach der sitzungsfreien Zeit seinen Weg zu uns ins Parlament findet«, sagte Katja Mast, Parlamentarische Geschäftsführerin der SPD-Fraktion im Bundestag. Aktuell sei er in der Abstimmung zwischen den Ministerien. Die von Gesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) und Landwirtschaftsminister Cem Özdemir (Grüne) im April vorgestellten Eckpunkte seien »eine sehr gute Grundlage«. Der letzte Sitzungstag des Bundestages vor der Sommerpause ist Freitag, 7. Juli. Danach finden etwa zwei Monate lang keine Sitzungen statt. In diesem Jahr ist als erster Sitzungstag nach der Sommerpause Montag, 4. September, vorgesehen. Ursprünglich hatte die Ampel ein Cannabisgesetz vorgesehen, das einer Revolution in der deutschen Drogengesetzgebung gleichgekommen wäre. Noch im vergangenen Herbst hatte Lauterbach eine weitgehende Legalisierung angekündigt. Der Anbau sollte in Deutschland geregelt werden, verkauft werden sollte das Gras in lizenzierten Geschäften. Dann allerdings wurde klar, dass das nicht mit EU-Regeln vereinbar ist , die Mitgliedstaaten verpflichten, illegalen Handel mit Drogen wie Cannabis unter Strafe zu stellen. Dies zu ändern, würde lange dauern. Deshalb verfolgt die Ampel nun andere Ziele, die Lauterbach und Özdemir Mitte April vorstellten. Dabei war die Rede vom »Schutz unserer Kinder« und einer »evidenzbasierten Cannabispolitik«. Erstens soll Cannabis kurzfristig aus dem Betäubungsmittelgesetz gestrichen und der Besitz von bis zu 25 Gramm erlaubt werden. Privatleute sollen drei weibliche Pflanzen anbauen dürfen, der Anbau soll auch in sogenannten Cannabis Social Clubs erlaubt werden. Mitglieder müssen mindestens 18 Jahre alt sein, und der THC-Gehalt soll begrenzt werden. Zweitens sollen der kommerzielle Anbau und die lizenzierte Abgabe von Cannabis in Geschäften künftig fünf Jahre lang in Modellregionen erprobt werden – unter wissenschaftlicher Kontrolle. Mehrere Punkte waren zuletzt noch strittig. So will Lauterbach etwa den Verkauf von sogenannten Edibles (THC-haltiger Lebensmittel) verbieten – Teile von FDP und Grünen halten diese Form des Cannabiskonsums aber für weniger schädlich als das Rauchen und wollen Edibles deshalb erlauben. Und für die Modellregionen ist ein zweiter Gesetzentwurf notwendig, der von der EU geprüft werden soll. »Mit dem Gesetzentwurf zu kommunalen regionalen Modellprojekten rechnen wir im Herbst«, sagte Mast. Man wolle »einen Paradigmenwechsel in der Drogenpolitik« vollziehen. »Für uns ist die Legalisierung von Cannabis nicht nur eine Gerechtigkeitsfrage, sondern insbesondere im Lichte des Kinder- und Jugendschutzes sowie des Gesundheitsschutzes geboten.«
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**Kommt es zum Showdown in der Wüste von Nevada? Als Mark Zuckerbergs Konzern Meta einen direkten Twitter-Konkurrenten ankündigte, schrieb Elon Musk prompt: Das könne man im Ring austragen. Nun gibt es eine Antwort.** Elon Musk ist 51 Jahre alt, Mark Zuckerberg 39. Das heißt aber keineswegs, dass sich die beiden Multimilliardäre und Konzernlenker nicht auch wie 13-Jährige mit ersten Testosteronschüben benehmen können. Im Moment jedenfalls kommunizieren sie indirekt über ihre jeweiligen Social-Media-Plattformen miteinander, um sich zu einer Prügelei zu verabreden. Meinen die das ernst oder ist es nur kindischer trash talk? In der Welt der Tech-Bros scheint beides möglich. Die Vorgeschichte: Mitte Mai berichtete zuerst die Nachrichtenagentur Bloomberg, dass Metas Tochterunternehmen Instagram an einem direkten Twitter-Konkurrenten arbeitet. Mittlerweile haben Metas Angestellte auch schon eine erste Vorschau zu sehen bekommen. Ein Name steht demnach noch nicht fest, das Angebot könne aber »Threads« heißen. Bislang werde das Vorhaben nur »Project 92« genannt. Es solle aber so bald wie möglich veröffentlicht werden. Intern habe Metas Produktchef Chris Cox es mit den Worten angekündigt: »Wir haben von Kreativen und Prominenten gehört, dass sie an einer Plattform interessiert sind, die vernünftig geleitet wird« – eine Anspielung auf den von erratischen Entscheidungen geprägten Führungsstil von Musk bei Twitter. Am Mittwoch twitterte Musk dann als Antwort auf die Gehässigkeit sowie auf entsprechende Hinweise seiner Follower: »Ich bin bereit für einen Käfig-Kampf, wenn er es ist, lol.« Zuckerberg antwortete im angemessen peinlichen Tonfall auf Instagram: »Send me location«, zu Deutsch: Sag mir, wo. Laut »The Verge« war das kein Scherz. Musks Vorschlag: »Vegas Octagon« – also ein achteckiger, umzäunter Ring für die Mixed-Martial-Arts-Kämpfe der amerikanischen Ultimate Fighting Championship (UFC) in Las Vegas. **Ju-Jutsu-Kämpfer versus Straßenkämpfer** Zuckerberg gilt als Favorit. Zwar ist Musk laut verschiedenen Angaben im Internet etwa 15 Zentimeter größer als der Meta-Mann, der gilt dafür als deutlich trainierter. Zuckerberg hat zuletzt zwei Medaillen bei einem Ju-Jutsu-Turnier gewonnen , während sich Musks Kampfsporterfahrungen auf seine Jugend in Südafrika beschränken, wo er in Straßenkämpfen »ein paar Mal ziemlich übel zusammengeschlagen wurde«, wie er selbst mal erzählte . Jetzt ist nur noch die Frage, ob es wirklich zum Showdown in der Wüste von Nevada kommt, oder ob es sich um bloße Führungskraftmeierei handelt.
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Der einzige Weg seinen Unmut zum Verhalten von Fuck u/spez deutlich zu machen, ist es ihn dort zu packen, wo es wehtut. Indem man seinen Account löscht und die Seite zukünftig nicht mehr aufruft. Bei massiv schwindenden Userzahlen wird auch der letzte Investor irgendwann wach werden und das sinkende Schiff verlassen. Ich wollte in der vergangenen Nacht mit redact meine Beiträge entfernen. Das Einloggen mit redact hat noch funktioniert, allerdings wurden mir die entsprechenden Schaltflächen, die für das Ändern der Beiträge erforderlich waren, nicht angezeigt (Linux Mint). Letztendlich war es mir dann aber egal, ich habe für mich ein kleines Zeichen gesetzt und den Account nun gelöscht. Wir sind Viele!


Edith: scheinbar ist feddit/lemmy gerade etwas buggy, und wirft Threads durcheinander.

Trotzdem Hallo Tintending :) Schön, dass es den Donnersdachs nun auch nach hier verschlägt.


**Der Machtkampf zwischen Reddit und seinen Moderatoren geht in die nächste Runde. Jetzt enthebt die Plattform mehrere der Freiwilligen aus ihren Positionen.** Die Betreiber von Reddit machen offenbar Ernst und setzen ihre Drohung von letzter Woche in die Tat um: Den Moderatoren mehrerer Subreddits haben die Administratoren gestern die Kontrolle über die von ihnen betreuten Reddit-Seiten entzogen. Alle waren an der aktuellen Protestform auf der Plattform beteiligt, die Subreddits als Not Safe for Work (NSFW) zu kennzeichnen und so zu entmonetarisieren. Letzte Woche hatten viele Moderatoren zum Blackout aufgerufen und ihre Subreddits auf privat gestellt, um gegen die bevorstehende Erhöhung der API-Preise durch Reddit und die Kommunikation rund um die Maßnahme zu protestieren. **Große Neu-NSFW-Subs betroffen** Zunächst hatte Reddit unter anderem die Moderatoren der großen Subreddits r/mildlyinteresting (22 Millionen User), r/interestingasfuck (11 Millionen User), r/ShittyLifeProTips (1,6 Millionen User), r/self (1,2 Millionen User), r/TIHI (1,7 Millionen User) und r/IllegalLifeProTips (1 Million User) abgesetzt. Eine offizielle Begründung oder Kommunikation mit den Betroffenen gab es dabei nicht, wie aus einem Post eines geschassten Mods von r/mildlyinteresting im Mod-Koordinations-Subreddit r/ModCoord hervorgeht. Inzwischen hat Reddit die Mods des größten betroffenen Forums r/mildlyinteresting wieder eingesetzt: Ein anderer Reddit-Admin als derjenige, der den ursprünglichen Bann ausgesprochen hatte, habe ihnen erklärt, sie seien lediglich "in die Aktionen" verwickelt, so ein Edit des ursprünglichen Posts. Das eigentliche Entmachtung-Ziel seien Subreddits gewesen, die "sexuell eindeutige Inhalte gefördert" hätten. Seit einigen Tagen hatten sich einige der Subreddits im Zuge der Protestaktionen als NSFW deklariert, da Reddit diese Subreddits nicht monetarisieren kann. Einige Mod-Teams gingen noch einen Schritt weiter und hoben jegliche Moderation der Inhalte auf oder ließen die User darüber abstimmen. Das war eine direkte Reaktion auf ein Interview von Reddit-CEO Steve Huffman, in dem dieser die Moderatoren scharf kritisiert hatte und führte zu einer Flut von pornografischen Inhalten in vielen Subreddits – allerdings nicht in allen NSFW-Subreddits. r/mildlyinteresting verbot sexuelle Darstellungen auch nach der NSFW-Kennzeichnung weiterhin, ähnlich verfuhren die Mods des größten deutschsprachigen Subreddits r/de. **Erst Bestätigung, dann kein Kommentar** Gegenüber dem englischen Nachrichtenportal The Verge erklärte Unternehmenssprecher Tim Rathschmidt: "Eine Community fälschlicherweise als NSFW zu kennzeichnen, verstößt gegen unsere Inhaltsrichtlinien und den Verhaltenskodex für Moderatoren". Die Rückholung der vorübergehend verbannten Moderatoren wollte er hingegen nicht weiter kommentieren. Derzeit sind also vor allem jene Subreddits ohne Moderation, auf denen seit gestern pornografische Inhalte geteilt werden. Die totale Anarchie bleibt aber aus, weil dort derzeit schlicht niemand mehr posten kann.
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**Die Ausgabe von ärztlichen Attests ohne Arztbesuch wurde erstmals in der Coronazeit erlaubt. Nun sollen telefonische Krankschreibungen dauerhaft möglich sein – vor allem bei leichten Symptomen.** Die in der Coronapandemie erprobte telefonische Krankschreibung soll jetzt unbefristet eingeführt werden: Ärzte sollen bei Patientinnen und Patienten, die keine schweren Krankheitssymptome haben, die Arbeitsunfähigkeit nach einer telefonischen Beratung feststellen können, berichtete die Funke Mediengruppe. Das Angebot solle sich jedoch ausschließlich »auf in der jeweiligen ärztlichen Praxis bekannte Patientinnen und Patienten« beschränken. Bundesgesundheitsminister Karl Lauterbach (SPD) sagte, Ziel sei es, die überfüllten Praxen zu entlasten. **Gang zum Arzt vor allem bei schwerwiegenderen Symptomen** Die Neuregelung ist dem Bericht zufolge Teil des neuen Arzneimittel-Lieferengpassbekämpfungs- und Versorgungsverbesserungsgesetzes des Gesundheitsministers. »Telefonische Krankschreibung erspart Patientinnen und Patienten den Weg zum Arzt und erleichtert den Praxen die Arbeit«, sagte Lauterbach. »Das macht Sinn bei Fällen ohne schwere Symptomatik.« Wer wolle, könne in solchen Fällen auch weiter zum Arzt gehen, fügte der Minister hinzu, verwies aber auf die oft überfüllten Praxen. Im Schnitt fehlten Beschäftigte vergangenes Jahr fast 20 Tage bei der Arbeit – gut fünf Tage mehr als 2021, wie die Kasse nach eigenen Versichertendaten ermittelte. Der Krankenstand stieg im Vergleich zum Vorjahr um 1,5 Punkte auf 5,5 Prozent. Es waren also an jedem Tag des Jahres im Schnitt 55 von 1000 Beschäftigten krankgeschrieben. Die meisten Ausfälle gingen auf Atemwegserkrankungen wie Erkältungen und Bronchitis zurück, die drastisch zunahmen, zeigte etwa eine Auswertung der Krankenkasse DAK-Gesundheit für 2022. Die zwischenzeitlich ausgelaufene Sonderregelung zur Feststellung der Arbeitsunfähigkeit nach telefonischer Anamnese, die im Rahmen der Coronapandemie durch den Gemeinsamen Bundesausschuss (G-BA) gestattet wurde, habe sich in der Praxis als sinnvolle Entlastung erwiesen, heißt es dem Bericht zufolge in dem Gesetzentwurf.
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Studie sieht verbreiteten Cannabiskonsum bei jungen Menschen in Berlin
**In Berlin kiffen junge Menschen einer Studie zufolge besonders häufig. Dabei seien sie sich der Risiken oft nicht bewusst. Die Studienautoren fordern bessere Aufklärung.** Kiffen ist bei 16- bis 27-Jährigen in Berlin sehr verbreitet. Das hat eine Studie der Fachstelle für Suchtprävention Berlin und Wissenschaftler des Instituts für interdisziplinäre Sucht- und Drogenforschung Hamburg ergeben. Die Forscherinnen und Forscher befragten nach eigenen Angaben ab dem vergangenen Herbst 2.410 Menschen dieser Altersgruppe. Zentrales Ergebnis: 29 Prozent der Teilnehmerinnen und Teilnehmer hatten in den zwölf Monaten vor Befragungsbeginn Cannabis konsumiert, rund 16 Prozent in den 30 Tagen vor der Befragung. Der Studie zufolge konsumieren die Menschen dieser Altersgruppe in Berlin damit häufiger und auf riskantere Weise Cannabis als in anderen Bundesländern. Fast jeder Zweite, der im Jahr bis zur Befragung Cannabis konsumiert hatte, zeige problematische Konsummuster, hieß es. Das sei aber nicht automatisch gleichbedeutend mit Abhängigkeit. Die Forschenden fragten unter anderem die Konsumgewohnheiten ab, etwa ob allein konsumiert wird und ob schon einmal erfolglos versucht worden ist, mit dem Kiffen aufzuhören. Wissenslücken zeigten viele Befragte, etwa zu Risiken und rechtlichen Aspekten. So wusste laut der Untersuchung zum Beispiel weniger als die Hälfte der Befragten, dass jeglicher Besitz sowie grundsätzlich die Weitergabe von Cannabis strafrechtlich verboten sind, sofern kein medizinisches Rezept vorliegt. Der Politik empfehlen die Autoren bessere Aufklärungsmaßnahmen und spezifische Projekte, um riskante Konsumformen zu vermeiden. Berlins Gesundheitssenatorin Ina Czyborra (SPD) führte die problematische Entwicklung des Konsums auch auf die Belastungen durch die Corona-Pandemie zurück. Sollte sich der gesetzgeberische Rahmen ändern, müsse Prävention von Anfang an mitgedacht werden, sagte sie. In Deutschland wird derzeit über die Legalisierung von Cannabis diskutiert.
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**Zuvor hatte die Ransomware-Gruppe Black Cat 4,5 Millionen Dollar von Reddit verlangt. Sie will 80 Gigabyte an Daten erbeutet haben** Anfang Februar vermeldete Reddit, dass die Plattform einem Hackerangriff zum Opfer gefallen war. Es handelte sich um eine Phishing-Attacke, bei der Mitarbeitende auf eine gefälschte Log-in-Seite gelockt wurden, um ihre Zugangsdaten abzugreifen. Erfolgreich, wie sich damals zeigte. Die Angreifer konnten demnach auf "interne Dokumente, Codes und interne Systeme" zugreifen. Nachdem es über Monate still um den Vorfall wurde, könnte er nun Folgen haben. Wie "Bleeping Computer" berichtet, hat sich die Ransomware-Gruppe Black Cat zu dem Angriff bekannt – und damit gedroht, die erbeuteten 80 Gigabyte an Daten zu veröffentlichen. Bereits im April habe die Gruppe Reddit kontaktiert, um die Zahlung von 4,5 Millionen Dollar zu fordern. **Nutzerdaten offenbar nicht betroffen** "Ich habe ihnen in meiner ersten E-Mail gesagt, dass ich auf ihren Börsengang warten würde. Aber das scheint die perfekte Gelegenheit zu sein! Wir sind sehr zuversichtlich, dass Reddit kein Geld für ihre Daten zahlen wird", kann man in einer Drohung von Black Cat lesen. "Aber ich freue mich sehr zu wissen, dass die Öffentlichkeit in der Lage sein wird, alle Statistiken zu lesen, die sie über ihre Nutzer aufzeichnen, und alle interessanten vertraulichen Daten, die wir erhoben haben. Wussten Sie, dass sie auch stillschweigend Nutzer zensieren?“ Daten von Nutzerinnen und Nutzern wurden im Rahmen der Attacke laut Reddit nicht abgegriffen. Betroffen seien begrenzte Informationen von einigen Hundert Unternehmenskontakten, aktuellen und ehemaligen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern und begrenzte Informationen von Werbekunden. "Nach unseren bisherigen Untersuchungen sind die Passwörter und Konten der Reddit-Benutzer sicher", hieß es in der Stellungnahme. (red, 19.6.2023)
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**LSD, MDMA und Co haben sich bei Depressionen und Angststörungen als heilsam erwiesen. Neurowissenschafter könnten nun einen Grund dafür gefunden haben** Menschen unter LSD-Einfluss bilden sich über ihre Umwelt oft ein neues Urteil. Der Musikgeschmack beispielsweise kann während der kunterbunten Welle plötzlich ein völlig anderer werden, wie Schweizer Forschende 2017 im Rahmen eines Laborexperiments festgestellt haben. Manche Lysergsäurediethylamid-Erfahrungen sind vorübergehend, andere prägen nachhaltig. Welche Gehirnveränderungen im Detail den merkwürdigen Effekten psychedelischer Drogen zugrunde liegen, ist jedoch allenfalls in Ansätzen verstanden, bisher stocherte man noch weitgehend im Dunkeln. Grenzen verschwimmen Immerhin gelang es Wissenschaftern, vereinzelt einen Blick ins umwölkte Gehirn zu werfen. Dabei beobachtete man etwa, dass sich bei LSD-induzierten Bewusstseinszuständen die gehirninterne Kommunikation verschiebt: Der Austausch zwischen für Planung und Entscheidungsfindung zuständigen Hirnarealen geht zurück, zugleich nimmt die Kommunikation zwischen jenen Zentren zu, die sensorische Empfindung und Bewegung verarbeiten. Auch die Aktivität der Amygdala zeigte sich im LSD-Rausch verändert. Diese Region des Gehirns ist zentral für die Verarbeitung von Emotionen verantwortlich. Nicht zuletzt wirkt die Substanz auch auf Gehirnregionen ein, die für die Unterscheidung zwischen der eigenen und anderen Personen wichtig sind – die Grenzen beginnen unter LSD-Einfluss während sozialer Interaktionen zu verschwimmen. Das untermauert unter anderem die Annahme, dass Selbstwahrnehmung und soziales Miteinander eng miteinander verwoben sind. All diese Erkenntnisse und Beobachtungen nähren die Überzeugung, dass sich psychedelische Substanzen gut für die Behandlung von psychiatrischen Erkrankungen eignen. Zahlreiche klinische Tests bewiesen bereits ihre nachhaltige Wirkung bei Depressionen oder Angststörungen. Gehirnöffner Warum Psychedelika in so vielen Fällen erfolgreich und langfristig Linderung verschaffen, könnte nun ein Team um Gül Dölen von der Johns Hopkins Medicine in Baltimore, Maryland, am Mäusemodell herausgefunden haben. Möglicherweise öffnen diese Substanzen gleichsam das Gehirn für Veränderungen: Eine "kritische Phase" lang sind wir dann empfängnisbereiter und eher willig, Signale aus der Umgebung in unser neuronales Netzwerk einzuschreiben. Dass es diese entscheidende aufnahmenbereite Perioden gibt, bekräftigen Untersuchungen verschiedener Fachrichtungen: In solchen Phasen lernen Vögeln ihren Gesang und Menschen eine neue Sprache oder motorische Fähigkeiten, die sie nach einem Schlaganfall verloren hatten. Der Hintergrund: Während bestimmter Entwicklungsphasen des Gehirns zeigt das Nervensystem eine erhöhte Empfindlichkeit gegenüber verhaltensrelevanten Reizen. In dieser Zeit sind die synaptischen Verschaltungen formbar und flexibel, und Verhaltensweisen werden besser verankert. Dieses in der Fachwelt als "kritische Periode" bezeichnete Zeitfenster eignet sich ganz besonders gut für therapeutische Maßnahmen. **Eine überraschende Beobachtung** "Das Fenster schließt sich jedoch irgendwann, und dann ist das Gehirn viel weniger offen für neue Lernerfahrungen", sagte Dölen. Seinem Team ist es 2019 gelungen, bei Mäusen mithilfe von Ecstasy (MDMA) dieses kritische Lernfenster für eine Weile wieder zu öffnen. Den Effekt schrieben die Forschenden damals den prosozialen Eigenschaften von MDMA zu. Daher waren Dölen und seine Gruppe überrascht, als sie bei ihrer aktuellen Studie auch mit Drogen mit geringeren prosozialen Auswirkungen kritische Perioden hervorrufen konnten. Zum Einsatz kamen bei dieser Untersuchung fünf psychedelischen Substanzen: Ibogain, Ketamin, LSD, MDMA und Psilocybin. Die erwachsenen männlichen Mäuse durchliefen zu Beginn einen gut etablierten Verhaltenstest, um festzustellen, wie sie unter normalen Umständen von ihrer sozialen Umgebung lernen. Im Rahmen eines Trainings mit Umgebungassoziationen lernten die Mäuse außerdem zu signalisieren, wie offen sie gerade für soziales Lernen sind. Zur Verblüffung des Teams hatten alle fünf Drogen eine entsprechende Wirkung: Mit einem für die kritische Periode typischen Verhalten zeigten die Mäuseriche im Drogenrausch großes Interesse an ihrer sozialen Umgebung und eine Lernbereitschaft, die man so nur von Jungtieren kennt. Gelerntes verfestigen Bei dem Mäusen auf Ketamin blieb die sogenannte kritische Periode des sozialen Belohnungslernens 48 Stunden lang offen. Bei Psilocybin dauerte diese Phase dagegen zwei Wochen. Bei Mäusen, denen MDMA, LSD und Ibogain verabreicht wurde, blieb die kritische Periode zwei, drei und vier Wochen lang offen. Wie das Team im Fachjournal "Nature" schreibt, dürften beim Menschen vergleichbare Effekte während der Wirkungsdauer der jeweiligen Droge auftreten. Dölens Gruppe interessierte sich jedoch nicht nur für das Lernverhalten der Mäuse, es wollte der Sache auch auf den molekularen Grund gehen. Dabei erkannten die Forschenden, dass LSD und Psilocybin den Rezeptor für den Neurotransmitter Serotonin nutzen, um die kritische Periode einzuleiten. Die Substanzen MDMA, Ibogain und Ketamin dagegen nicht. **Blick in die Gene** Auf genetischer Ebene wurden die Wissenschafter schließlich fündig: Dölen und sein Team identifizierten Unterschiede in der Expression von 65 proteinproduzierenden Genen während und nach dem lernkritischen Zeitraum. Etwa 20 Prozent dieser Gene regulieren Gerüstproteine in Gehirnzellen im Nucleus accumbens – einem Bereich, der mit sozialem Lernverhalten auf Basis von Belohnung in Zusammenhang steht. "Der offene Zustand der kritischen Periode könnte eine Gelegenheit für eine Integrationsphase nach einer Behandlung sein", sagte Dölen. "In dieser Phase könnte man einen Lernzustand verfestigen." Kliniker sollten die Zeit nach der therapeutischen Einnahme psychedelischer Drogen als wichtige Zeit der Heilung und des Lernens betrachten, forderte er daher. Generell sieht der Neurowissenschafter ein deutlich breiteres Spektrum an Krankheiten als bisher, die man mit psychedelischen Substanzen behandelt sollte. Dazu zählen etwa Schlaganfallpatienten, denen LSD und Co in der Therapiephase und beim Wieder-auf-die-Beine-Kommen wertvolle Unterstützung leisten könnten. (Thomas Bergmayr, 18.6.2023)
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**Erstmals nimmt ein Bandmitglied von Rammstein öffentlich Stellung zu den Vorwürfen gegen Sänger Lindemann: Christoph Schneider schreibt auf Instagram, es seien Dinge geschehen, die er »persönlich nicht in Ordnung« finde.** Der Rammstein-Drummer Christoph Schneider ist das erste Rammstein-Mitglied, das öffentlich Stellung zu den Vorwürfen bezieht, Sänger Till Lindemann habe Groupies sexuell ausgebeutet. Auf seinem Instagram-Kanal schreibt er, strafrechtlich Relevantes wie der Einsatz von K.-o.-Tropfen sei wohl nicht geschehen. Aber: »Und trotzdem sind anscheinend Dinge passiert, die – wenn auch rechtlich ok – ich persönlich nicht in Ordnung finde.« Die Anschuldigungen der letzten Wochen hätten die Band insgesamt und Schneider selbst tief erschüttert. Es sei ein Auf und Ab der Emotionen. Schneider schreibt weiter: »Nein, ich glaube nicht, dass etwas Verbotenes vor sich ging, habe so etwas nie beobachtet und dergleichen auch von niemandem aus unserer hundertköpfigen Crew gehört.« Alles, was er von den Partys mitbekommen habe, sei gewesen, dass erwachsenen Menschen miteinander feierten. Allerdings seien Strukturen gewachsen, die über die Grenzen und Wertvorstellungen der restlichen Bandmitglieder hinausgingen. Schneider: »Till hat sich in den letzten Jahren von uns entfernt und sich seine eigene Blase geschaffen. Mit eigenen Leuten, eigenen Projekten, eigenen Partys. Das hat mich traurig gemacht, definitiv.« Weiter schreibt Schneider, er spüre Mitgefühl für die Frauen, die sich unwohl fühlten. Der Band sei ein respektvoller Umgang mit ihren Fans wichtig. Zum Schluss betont er Einigkeit: »Ich wünsche mir ein ruhiges, besonnenes Reflektieren und Aufarbeiten, auch in unserer Band. Und zwar alle gemeinsam, zu sechst. Wir stehen zusammen.« Mehrere Frauen werfen dem Rammstein-Sänger Lindemann sexuelle Übergriffe und Machtmissbrauch vor. Sie schildern etwa Situationen, die sie teils als beängstigend empfunden hätten . Junge Frauen seien während Konzerten ausgewählt und gefragt worden, ob sie zur After-Show-Party kommen wollten. Dabei soll es nach den Angaben einiger Frauen auch zu sexuellen Handlungen gekommen sein, teilweise unter Einfluss von Drogen. Till Lindemann weist die Vorwürfe gegen ihn zurück. Die Berliner Staatsanwaltschaft hat Ermittlungen gegen ihn und seine Bekannte Alina Makeeva aufgenommen, die ihm Frauen zugeführt haben soll.
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